Die Rosenheim-Cops: Neuer Ermittler – ein mysteriöser Tod, ein gefälschtes Testament und ein Geldgeheimnis aus der Vergangenheit

Die neue Folge von Die Rosenheim-Cops hat alles, was Fans lieben – ein rätselhaftes Verbrechen, eine Portion schwarzen Humors und ein Geheimnis, das bis weit in die Vergangenheit zurückreicht. Kaum ist der neue Ermittler Dirk Bergmann in Rosenheim eingetroffen, wird er mitten in einen Fall geworfen, der weit mehr ist als ein gewöhnlicher Todesfall. Mit seiner Ankunft werden alte Wunden aufgerissen, denn Bergmann bringt nicht nur frischen Wind ins Kommissariat, sondern auch Erinnerungen zurück, die manch einer lieber verdrängt hätte.
Der Fall beginnt mit dem Tod von Karl Kerber, der leblos in seinem Bett liegt. Sein Neffe schlägt sofort Alarm: Er ist überzeugt, dass sein Onkel erstickt wurde. Verdächtig ist für ihn vor allem die Pflegerin Rosi Bühler. Als dann auch noch rund 20.000 Mark verschwinden, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Bald stellt sich heraus, dass der Neffe das Geld tatsächlich an sich genommen hat und die Scheine sogar in der Waschmaschine „gereinigt“ hat – allerdings behauptet er, mit dem Mord nichts zu tun zu haben.
Die Rechtsmedizinerin bestätigt schließlich, dass Kerber erstickt ist. Zunächst scheint alles auf ein klares Verbrechen im engsten Umfeld hinzudeuten. Doch die Ermittlungen führen die Kommissare in ein Geflecht aus Betrug, Lügen und alten Abrechnungen. Ein Testament taucht auf – mit einer überraschenden Wendung: Nicht der Neffe und auch nicht die Pflegerin, sondern Kerbers frühere Lebensgefährtin Tumblinger soll alles erben. Das perfekte Motiv? Nur scheinbar. Denn die Handschriftenanalyse bringt die Wahrheit ans Licht: Das Testament ist gefälscht.
Ab diesem Moment wird klar, dass der Fall in eine ganz andere Richtung führt. Bergmann und Hofer entdecken, dass Kerber früher für eine Sicherheitsfirma tätig war und in einen Raubüberfall auf einen Geldtransporter verwickelt gewesen sein könnte. Ein Kollege starb damals, Kerber selbst überlebte mit einer leichten Verletzung – und kurz darauf änderte sich sein Leben grundlegend. Gemeinsam mit seinem Freund Burkard stieg er in das Immobiliengeschäft ein und kaufte sich Immobilien, die weit über seine finanziellen Möglichkeiten hinausgingen.
Nach und nach setzt sich das Mosaik zusammen: Das verschwundene Geld ist vermutlich Beute aus dem Überfall. Kerber litt seitdem unter Schuldgefühlen und begann, zu viel zu reden. Er dachte laut über die Vergangenheit nach – und genau das wurde ihm zum Verhängnis. Für jemanden bedeutete sein Gewissenskonflikt eine tödliche Gefahr.
Die Auflösung ist bitter und zugleich tragisch: Nicht die junge Pflegerin und auch nicht der überforderte Neffe sind schuldig. Die Täterin ist Tumblinger – die Frau, die ihn einst liebte. Aus Angst, der alte Raub und das Schwarzgeld könnten auffliegen und ihr eigenes Leben zerstören, drückt sie ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Luft ab. Ein Mord aus Panik, Berechnung – und eisiger Kälte.
Parallel dazu verleiht die Begegnung zwischen Dirk Bergmann und der Gerichtsmedizinerin Dr. Eckstein der Folge eine besondere emotionale Note. Alte Gefühle, unausgesprochene Vorwürfe und ein spürbares Knistern stehen im Raum. Ihre Dialoge sind scharf, ironisch und zugleich sehr menschlich – ein gelungener Kontrast zum düsteren Mordfall.
Am Ende bleibt der typische Eindruck einer Rosenheim-Cops-Folge: Man lacht, man rätselt – und wird doch eiskalt überrascht. Denn eines beweist diese Episode besonders deutlich: In Rosenheim ist nichts so harmlos, wie es aussieht, und die Vergangenheit holt jeden irgendwann ein.