Die Rosenheim-Cops“: Marisa Burger meldet sich zurück – was wirklich hinter ihrem emotionalen „Ich lebe wieder“ steckt

Rosenheim-Cops"-Star Marisa Burger über ZDF-Entscheidung : "Kann das nicht  verstehen" | Abendzeitung München

Das Jahr 2026 markiert für Marisa Burger einen radikalen Neuanfang – persönlich, künstlerisch und emotional. Nach ihrem viel diskutierten Ausstieg bei Die Rosenheim-Cops schlägt die Schauspielerin ein neues Kapitel auf. Und eines ist dabei unüberhörbar: Diese Veränderung fühlt sich für sie nicht nach Verlust an, sondern nach Befreiung. „Ich lebe wieder“, sagt Burger lachend – ein Satz, der weit mehr ist als eine flüchtige Momentaufnahme. Er ist das Resümee eines Umbruchs, der ihre Karriere neu ausrichtet.

Abschied von einer Kultrolle – und von festen Strukturen

Über viele Jahre hinweg war Marisa Burger als Miriam Stockl eines der Gesichter von Die Rosenheim-Cops. Ihre Rolle, ihr Humor, ihre Präsenz – all das prägte die Serie nachhaltig. Burger selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, wie viel sie dieser Figur verdankt. Miriam Stockl war nicht nur ein Job, sondern ein fester Bestandteil ihres beruflichen und privaten Alltags.

Doch genau diese Konstanz hatte auch ihren Preis. Der Drehalltag bei den Rosenheim-Cops war streng getaktet, minutiös geplant und kaum verhandelbar. Frühmorgens am Set, lange Drehtage, ein enger Zeitrahmen – für Überraschungen oder spontane kreative Abzweigungen blieb wenig Raum. Burger beschrieb den Arbeitsrhythmus rückblickend als effizient, aber auch einengend. Alles war vorgegeben, alles funktionierte – und genau darin lag die Herausforderung.

„Ich komme wieder in Bewegung“ – der befreiende Moment nach dem Ausstieg

Erst nach ihrem Serienausstieg, so Burger, habe sie gespürt, wie sehr sie sich über die Jahre anpassen musste – an Produktionsabläufe, Zeitpläne, Erwartungen. Jetzt, mit 52 Jahren, erlebt sie etwas, das sie lange vermisst hat: Unsicherheit als Chance. Freiheit als kreativen Motor.

Im Podcast Abendkasse Kultur in der Klatsch beschreibt sie diesen Zustand überraschend offen. Sie spreche von einer neuen Bewegung, von Mut, von der Bereitschaft, nicht zu wissen, wohin die Reise geht. Genau dieses Nicht-Wissen empfindet sie als belebend. Es ist eine Rückkehr zu dem, was sie als ihren künstlerischen Kern bezeichnet – zu Neugier, Risiko und persönlicher Entfaltung.

Theater statt Serienroutine – ein bewusster Schritt

Besonders deutlich wird dieser Wandel in Burgers Blick nach vorn: Das Theater ruft. Nach Informationen aus ihrem Umfeld und eigenen Aussagen stehen bereits konkrete Bühnenprojekte in Aussicht. Für viele Schauspielerinnen und Schauspieler ist das Theater ein Ort der Rückbesinnung – direkter, roher, unmittelbarer als die Arbeit vor der Kamera. Für Burger scheint es genau das zu sein, was sie jetzt sucht.

Während Serienproduktionen klare Strukturen verlangen, bietet die Bühne Raum für Entwicklung, für Probenprozesse, für das gemeinsame Wachsen einer Rolle. Burger spricht von spannenden Anfragen, von neuen Stoffen, von einem Arbeitsumfeld, das ihr wieder erlaubt, intuitiver zu agieren. Es ist kein Rückzug aus dem Rampenlicht, sondern eine bewusste Neujustierung.

„Ich lebe wieder“ – mehr als ein Satz

Als Marisa Burger im Podcast lachend sagt: „Ich lebe wieder“, klingt es zunächst leicht, fast verspielt. Doch zwischen den Zeilen liegt viel Tiefe. Dieser Satz steht für das Wiederentdecken eines alten Naturells, das im eng getakteten Serienalltag kaum Platz hatte. Für eine Lebendigkeit, die sich nicht an Drehplänen orientiert, sondern an innerer Bewegung.

Burger beschreibt, dass sie sich über Jahre hinweg an die Bedürfnisse der Produktion anpassen musste – ein Prozess, der in der Film- und Fernsehbranche normal ist, aber Spuren hinterlässt. Jetzt, nach dem Ausstieg, habe sie das Gefühl, wieder bei sich selbst angekommen zu sein. Ihr altes Naturell, sagt sie, sei wieder zum Vorschein gekommen – lebendig, neugierig, offen.

Keine Nostalgie, kein Zurückblicken

Bemerkenswert ist auch Burgers Haltung zur Vergangenheit. Während viele Menschen zum Jahreswechsel Bilanz ziehen, zurückblicken und bewerten, lehnt sie dieses Ritual bewusst ab. Sie beschreibt sich selbst als jemand, der nicht rückwärts lebt. Für sie zählt der Blick nach vorn – immer.

Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch ihre aktuellen Aussagen. Der Ausstieg bei den Rosenheim-Cops wird nicht als Verlust inszeniert, sondern als logische Konsequenz einer inneren Entwicklung. Burger trauert nicht öffentlich, sie verklärt nichts. Stattdessen richtet sie den Fokus konsequent auf das, was kommt.

Comeback – aber anders, als viele denken

Der Begriff „Comeback“ fällt in diesem Zusammenhang häufig, doch Burger selbst definiert ihn neu. Es geht nicht um eine Rückkehr zu alten Rollen oder um ein schnelles Wiederauftauchen im Serienfernsehen. Ihr Comeback ist ein inneres. Ein Wiederankommen bei sich selbst und bei der Art von Arbeit, die sie erfüllen kann.

Dass sie weiterhin präsent bleibt, steht außer Frage. Neue Projekte, neue Formate, neue Bühnen – Marisa Burger verschwindet nicht, sie verändert sich. Und genau das macht ihre aktuelle Phase so spannend. Mit 52 Jahren noch einmal bewusst einen Schritt ins Ungewisse zu gehen, ist in der Branche keine Selbstverständlichkeit.

Was ihr Ausstieg für Fans bedeutet

Für viele Fans der Rosenheim-Cops war Burgers Abschied ein Schock. Miriam Stockl war über Jahre hinweg eine Konstante, eine Identifikationsfigur. Doch gerade in Burgers ehrlichen Worten liegt auch eine Einladung an das Publikum: Veränderung muss kein Ende sein. Sie kann ein Anfang sein – auch nach Jahrzehnten im gleichen Format.

Ihre Offenheit, ihre Freude am Neuen und ihr spürbarer Enthusiasmus machen deutlich, dass dieser Schritt gut überlegt und emotional getragen ist. Wer ihr zuhört, merkt schnell: Diese Entscheidung wurde nicht aus Erschöpfung getroffen, sondern aus dem Wunsch nach Wachstum.

Ein neues Kapitel mit offenem Ausgang

Was genau 2026 für Marisa Burger bereithält, bleibt bewusst offen. Theater, neue Rollen, vielleicht auch andere Formate – nichts ist ausgeschlossen. Und genau diese Offenheit scheint der Schlüssel zu ihrem aktuellen Glück zu sein.

Eines jedoch ist klar: Marisa Burger hat Die Rosenheim-Cops nicht verlassen, um leiser zu werden. Sondern um wieder lebendig zu sein. Und wenn sie sagt „Ich lebe wieder“, dann ist das keine Schlagzeile – sondern ein Versprechen an sich selbst.