Was heckt Alexandra wieder aus?🙄 – Die Praxisstimmung sinkt stetig📉 | Die Landarztpraxis

Wochen-Vorschau "Die Landarztpraxis": Verlässt Alexandra Wiesenkirchen für  immer?

In Wiesenkirchen liegt spürbar etwas in der Luft. Was einst nach Aufbruch und neuer Ordnung aussah, droht nun langsam zu kippen. Die Stimmung in der Landarztpraxis ist angespannt, unausgesprochene Konflikte ziehen sich durch den Alltag – und mittendrin steht Alexandra. Eine Frau, die selten ohne Plan handelt und deren Entscheidungen immer größere Kreise ziehen.

Der Alltag in der Praxis wirkt auf den ersten Blick routiniert. Brotdosen werden verteilt, Termine koordiniert, Verletzungen versorgt. Doch unter dieser Oberfläche brodelt es. Isa versucht, Struktur in das Chaos zu bringen – nicht nur in der Praxis, sondern auch privat. Der kleine Jakob lebt vorübergehend bei ihr, sein Vater ist auf See, seine Mutter im Krankenhaus. Eine Situation, die viel Fingerspitzengefühl verlangt und Isa emotional stark fordert.

Besonders deutlich wird das beim anstehenden Berufstag in Jakobs Schule. Während andere Kinder stolz Mutter oder Vater präsentieren, droht Jakob leer auszugehen. Isa springt ein, recherchiert den Beruf des Vaters, bastelt an einer Präsentation, organisiert Anschauungsmaterial. Es ist ein liebevoller Versuch, dem Jungen Halt zu geben – und gleichzeitig ein Spiegel dafür, wie sehr Isa Verantwortung übernimmt, oft über ihre eigenen Kräfte hinaus.

Alexandra beobachtet all das genau. Seit sie die Leitung der Praxis innehat, hat sich vieles verändert. Entscheidungen werden schneller getroffen, aber nicht immer transparenter. Das Team spürt den Druck. Sar und Fabian sind nicht mehr da, Chris trägt plötzlich mehr Verantwortung und muss sich zwischen Praxisführung und Familienproblemen aufreiben. Alexandra wiederum scheint ihre ganz eigenen Vorstellungen davon zu haben, wie Ordnung und Kontrolle aussehen sollen.

Besonders Chris gerät dabei immer mehr zwischen die Fronten. Einerseits versucht er, für seine Tochter Klara da zu sein, die sich in München fremd fühlt und am liebsten dauerhaft nach Wiesenkirchen zurückkehren würde. Andererseits spürt er Alexandras Nähe – beruflich wie persönlich. Klara wiederum klammert sich an die Hoffnung, dass ihre Eltern vielleicht doch noch einmal zueinanderfinden könnten. Ein Wunsch, der alles komplizierter macht.

In der Praxis selbst sind es scheinbar banale Szenen, die die angespannte Lage entlarven. Emilio taucht auf, um Material für die Bergwacht zu holen. Zwischen ihm und Fel liegt ein ungelöster Konflikt. Früher unzertrennlich, herrscht nun Funkstille. Resi erkennt den Schmerz hinter Emilios Fassade und fordert ihn auf, endlich über seinen Schatten zu springen. Doch alte Verletzungen lassen sich nicht so leicht überwinden.

Alexandra hält sich in diesen Momenten auffällig zurück. Sie registriert, analysiert – und schweigt. Gerade dieses Schweigen macht viele nervös. Denn wer Alexandra kennt, weiß: Wenn sie nichts sagt, arbeitet es in ihr. Die Frage, die im Raum steht, lautet nicht mehr, ob sie eingreifen wird, sondern wann und wie.

Auch Becky spürt die Veränderung. Zwischen Lernstress, Prüfungsdruck und Beziehungssorgen versucht sie, einen klaren Kopf zu bewahren. Unterstützung bekommt sie von Julian, doch selbst diese Nähe ist von Unsicherheit geprägt. Kleine Gesten werden plötzlich überinterpretiert, Worte auf die Goldwaage gelegt. In einer Atmosphäre, in der nichts mehr selbstverständlich ist, wird jede Emotion verstärkt.

Der Konflikt um Klara verschärft die Situation zusätzlich. Ihr Wunsch, in Wiesenkirchen zu bleiben, bringt alte Wunden wieder zum Vorschein. Die Trennung ihrer Eltern ist längst nicht verarbeitet, und Alexandras Rolle in dieser neuen Konstellation wirft Fragen auf. Ist sie nur die starke Praxisleiterin – oder längst mehr?

Isa findet in all dem überraschend Rückhalt bei Georg. Seine ruhigen Worte geben ihr Sicherheit, nehmen ihr den Druck, perfekt sein zu müssen. Es ist einer der wenigen Momente, in denen Wärme und Zuversicht durchscheinen. Doch selbst diese Nähe wirft neue Fragen auf, denn auch Georg trägt seine eigenen ungelösten Konflikte mit sich.

Am Ende dieses Tages bleibt vor allem eines zurück: ein Gefühl der Unsicherheit. Die Praxis ist kein neutraler Arbeitsplatz mehr, sondern ein emotionales Spielfeld. Loyalitäten verschieben sich, alte Bündnisse bröckeln, neue Allianzen zeichnen sich ab