Die Rosenheim-Cops S13E26: „Rosenheimer Geheimnisse“ – Mord, Eifersucht und eine Stadtführung mit tödlichem Ende

Die Rosenheim-Cops S13E26: Rosenheimer Geheimnisse – fernsehserien.de

In der Folge „Rosenheimer Geheimnisse“ (Staffel 13, Episode 26) beweisen Die Rosenheim-Cops erneut, warum die Serie seit Jahren zu den beliebtesten deutschen Krimi-Formaten gehört. Humorvolle Dialoge, bayerisches Lokalkolorit und ein komplexer Mordfall verbinden sich zu einer Episode, in der hinter der idyllischen Fassade der Stadt Rosenheim dunkle Abgründe zum Vorschein kommen.

Was zunächst wie ein harmloser Auftrag zur Modernisierung einer Stadtführung wirkt, entwickelt sich rasch zu einem Kriminalfall voller Intrigen, verletzter Eitelkeiten und gefährlicher Geheimnisse.


Ein Mord im Nachtwächterkostüm erschüttert Rosenheim

Der Fall beginnt mit einem schockierenden Fund:
Die 35-jährige Ines Fellmann, eine erst seit kurzer Zeit tätige Stadtführerin, wird tot aufgefunden. Besonders verstörend ist der Umstand, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes noch ihr Nachtwächterkostüm trug – ein Symbol für Geschichte und Tradition, das nun zum stummen Zeugen eines Gewaltverbrechens wird.

Die Rechtsmedizin stellt schnell fest:
Ein gezielter Schlag gegen die Schläfe war tödlich. Die Tat muss sich kurz nach einer Nachtwächterführung ereignet haben. Ein Raubmord scheidet aus, denn Geldbörse und Ausweise sind noch vorhanden – doch ihr Handy fehlt.

Ein Detail, das für die Ermittler entscheidend wird.


Hofer und Hansen ermitteln – zwischen Charme und Scharfsinn

Wie gewohnt übernehmen Korbinian Hofer und Ulrich Hansen die Ermittlungen. Während Hansen analytisch vorgeht, bringt Hofer mit seiner bodenständigen Art und seinem feinen Gespür für menschliche Schwächen entscheidende Impulse in den Fall ein.

Schnell zeigt sich: Ines Fellmann hatte in ihrer kurzen Zeit als Stadtführerin mehr Kontakte geknüpft, als zunächst angenommen. Besonders ein Name rückt in den Fokus der Ermittler: Ulrich Reiter.


Ulrich Reiter – der charmante Gastronom mit dunklen Motiven?

Reiter ist Unternehmer, Besitzer mehrerer Restaurants in der Altstadt – und offenbar enger bekannt mit dem Opfer. Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass es zwischen ihm und Ines Fellmann regelmäßige Treffen gab, die über ein rein berufliches Verhältnis hinausgingen.

Ein mysteriöser Anruf auf Ines’ Anrufbeantworter bringt die Ermittlungen voran:
Reiter bittet sie eindringlich zu einem nächtlichen Treffen – einer sogenannten „Mondscheintour“. Romantisch klingend, aber im Kontext der Tat hochbrisant.

Reiter bestreitet zunächst jede intime Beziehung. Doch sein Alibi ist wackelig, und die Tatsache, dass er kurz vor der Tatzeit allein war, macht ihn zum Hauptverdächtigen.


Ein verschwundenes Handy und brisante Fotos

Der nächste Wendepunkt folgt mit der Ortung von Ines Fellmanns Handy.
Es wurde nach ihrem Tod in der Nähe des Inns geortet – ein klares Indiz dafür, dass der Täter das Handy bewusst vom Tatort entfernt hat.

Noch brisanter:
Kurz vor ihrem Tod hatte Ines Fotos an Reiter geschickt. Der Inhalt? Ein Umschlag mit mutmaßlich wertvollen Karten oder Geschenken – angeblich Opernkarten. Doch die Ermittler zweifeln: Der Umschlag ist auffällig dick.

Warum fotografiert eine Stadtführerin ein Geschenk und schickt es an einen Gastronomen?


Frau Hartung – die ehrgeizige Autorin mit Doppelleben

Eine weitere Schlüsselfigur tritt auf den Plan: Frau Hartung, ehemalige Stadtführerin, inzwischen Autorin mit literarischen Ambitionen. Sie hat Ines Fellmann eingearbeitet und war offenbar tief in das Netzwerk aus Stadtführungen, Gastronomie und Tourismus verstrickt.

Nach und nach offenbart sich ein perfides System:
Hartung soll regelmäßig Geschenke und Geld von Gastronomen erhalten haben – als Gegenleistung dafür, Reisegruppen gezielt in bestimmte Lokale zu führen. Bestechung im kleinen Stil, aber mit großen Konsequenzen.

Als Ines Fellmann dieses System entdeckt, wird sie zur Gefahr.


Erpressung, Angst und ein fataler Kontrollverlust

Die Ermittler rekonstruieren schließlich den Tatabend:
Ines Fellmann konfrontiert Hartung mit belastenden Fotos. Sie fordert Geld – oder sie packt aus.

Für Hartung, deren Karriere gerade Fahrt aufnimmt und die sogar als Ehrenbürgerin gehandelt wird, steht alles auf dem Spiel. Panik, Angst und verletzter Stolz vermischen sich zu einem gefährlichen Cocktail.

Die Handydaten liefern schließlich den entscheidenden Beweis:
Hartungs Bewegungsprofil deckt sich nahezu exakt mit dem Weg des Opfers – vom Tatort bis zu der Stelle, an der das Handy entsorgt wurde.


Die Wahrheit kommt ans Licht

Konfrontiert mit den Beweisen bricht Hartung zusammen.
Sie gesteht, Ines Fellmann getroffen zu haben. Was als Versuch begann, „nur zu reden“, endete tödlich. Ein Moment der Verzweiflung, ein Schlag – und ein Leben war ausgelöscht.

Die Verhaftung erfolgt noch vor Ort. Rosenheim verliert an diesem Tag nicht nur eine Stadtführerin, sondern auch ein Stück seiner scheinbaren Unschuld.


Fazit: Eine Folge über Schein und Sein

„Rosenheimer Geheimnisse“ ist mehr als ein klassischer Whodunit.
Die Episode erzählt von Machtmissbrauch im Kleinen, von moralischen Grauzonen und davon, wie leicht Menschen ihre Werte verraten, wenn Karriere, Anerkennung und Angst aufeinandertreffen.

Mit feinem Humor, starken Dialogen und einer überraschend emotionalen Tiefe gelingt den Rosenheim-Cops erneut eine Folge, die lange nachwirkt.

Denn hinter jeder schönen Stadtführung können sich Geheimnisse verbergen –
und manche davon sind tödlich.