Nach tragischer Diagnose eines „Rosenheim-Cops“-Mitglieds: Igor Jeftic muss sich nun verabschieden

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Nach tragischer Diagnose eines „Rosenheim-Cops“-Mitglieds: Igor Jeftic muss sich nun verabschieden

Die Welt der Rosenheim-Cops lebt von Kontinuität, vertrauten Gesichtern und einem besonderen Ensemble-Geist. Doch manchmal holt die Realität selbst die langlebigsten TV-Erfolge ein – und zwingt zu Abschieden, die weit über das Drehbuch hinausgehen. Für Igor Jeftic, der seit vielen Jahren als Kriminalhauptkommissar Sven Hansen zu den prägenden Figuren der Serie gehört, war genau das der Fall. Eine tragische Diagnose innerhalb des engsten Serienumfelds veränderte alles – beruflich wie persönlich.

Ein Schicksalsschlag, der das Team erschütterte

Als bekannt wurde, dass Josef Hannesschlägerschwer erkrankt war, ging ein Riss durch das Rosenheim-Cops-Team. Hannesschläger, der über Jahre hinweg als Korbinian Hofer das Gesicht der Serie geprägt hatte, war für viele Kollegen weit mehr als nur ein Mitspieler. Für Igor Jeftic war er Freund, Reibungspunkt, Sparringspartner – und schließlich Familie.

Die Diagnose traf das Team unvorbereitet. Was zunächst hinter den Kulissen blieb, wurde mit der Zeit zu einer Realität, der sich niemand entziehen konnte. Drehtage bekamen eine neue Schwe

re, Gespräche eine andere Tiefe. Und mittendrin Igor Jeftic, der miterlebte, wie ein Mensch, mit dem er so viele Jahre gearbeitet hatte, immer schwächer wurde.

Vom Konkurrenzdenken zur tiefen Freundschaft

Dabei war das Verhältnis der beiden nich

t von Beginn an harmonisch. Jeftic erzählte später offen, dass es anfangs durchaus Spannungen gab – männliche Egos, unterschiedliche Temperamente, zwei starke Figuren in einer Serie. Doch genau aus dieser Reibung entstand mit der Zeit Respekt. Und aus Respekt Freundschaft.

Gemeinsame Drehtage, lange Gespräche abseits der Kamera und unzählige Erinnerungen schweißten die beiden zusammen. Als sich der Gesundheitszustand von Hannesschläger verschlechterte, war Jeftic einer derjenigen, die besonders litten. „Das war nicht nur der Verlust eines Kollegen“, sagte er spä

ter sinngemäß, „sondern der eines engen

Freundes.“Image

Ein Abschied, der mehr war als ein Rollenwechsel

Der Tod von Josef Hannesschläger im Jahr 2020 markierte einen der traurigsten Momente in der Geschichte der Rosenheim-Cops. Für das Publikum bedeutete es den Verlust einer Kultfigur. Für Igor Jeftic bedeutete es einen Einschnitt, der sein Verhältnis zur Serie nachhaltig veränderte.

Plötzlich stand die Frage im Raum: Weitermachen – oder Abschied nehmen? Jeftic musste sich neu orientieren. Die vertraute Dynamik war weg, der humorvolle Gegenspieler fehlte, der emotionale Anker war verloren. Jeder Drehtag erinnerte an das, was nicht mehr da war.

Warum Igor Jeftic sich bewusst neu positionieren musste

Auch wenn Igor Jeftic der Serie treu blieb, war klar: Innerlich musste er sich verabschieden – von einer Zeit, von einer Konstellation, von einer Freundschaft, die den Arbeitsalltag geprägt hatte. Dieser Abschied war leise, aber tiefgehend.

In Interviews betonte Jeftic später, wie schwer es für ihn gewesen sei, die Rosenheim-Cops ohne Hannesschläger weiterzudrehen. Doch genau darin sah er schließlich auch eine Aufgabe: das Andenken seines Freundes zu ehren, indem er weitermacht. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Respekt.

Privates Leid, professionelle Stärke

Was Igor Jeftic in dieser Phase auszeichnete, war seine Haltung. Er machte den Verlust nie zum öffentlichen Drama. Stattdessen zog er sich zurück, sprach nur dosiert über seine Gefühle und konzentrierte sich auf seine Arbeit. Genau diese Trennung zwischen Privatleben und Öffentlichkeit ist ein Markenzeichen des Schauspielers.

Bekannt dafür, sein Liebesleben konsequent aus den Medien herauszuhalten, bewies Jeftic auch hier, wie wichtig ihm Würde und Zurückhaltung sind. Keine Schlagzeilen, keine emotionalen Ausbrüche – sondern stille Trauer und Respekt.

Ein Vorbild für ImageZusammenhalt und Würde

Innerhalb des Teams wurde Igor Jeftic in dieser Zeit zu einer wichtigen Stütze. Er sprach von Zusammenhalt, davon, wie wichtig es sei, sich gegenseitig aufzufangen. Gerade in einer langlebigen Serie wie den Rosenheim-Cops, in der Kollegen über Jahre hinweg zusammenarbeiten, sind solche Verluste besonders einschneidend.

Der Abschied von Hannesschläger war kein Ende, sondern eine Zäsur. Für Jeftic bedeutete sie, sich seiner Rolle und seiner Verantwortung noch bewusster zu werden – nicht nur als Schauspieler, sondern als Teil eines Ensembles, das Millionen Menschen begleitet.

Zwischen Trauer und Zukunft

Trotz aller Trauer blickt Igor Jeftic nach vorne. Er hat mehrfach betont, dass er offen für neue Herausforderungen ist – Theater, Film, andere Rollen. Doch die Rosenheim-Cops bleiben ein wichtiger Teil seines Lebens. Nicht als Routine, sondern als Herzensprojekt.

Die Erfahrung des Verlustes hat ihn geprägt. Sie hat ihm gezeigt, wie schnell sich alles ändern kann – und wie wichtig es ist, den Moment zu schätzen. Für viele Fans macht genau das seine Darstellung von Sven Hansen heute noch glaubwürdiger: mehr Tiefe, mehr Ernsthaftigkeit, mehr Menschlichkeit.

Ein leiser Abschied, der nachwirkt

Wenn man heute auf die Geschichte der Rosenheim-Cops blickt, ist klar: Der Abschied von Josef Hannesschläger hat die Serie verändert. Und er hat Igor Jeftic verändert. Nicht sichtbar auf den ersten Blick, aber spürbar in jedem ernsteren Ton, jedem nachdenklichen Moment.

Dieser Abschied war kein offizieller Serienausstieg – sondern ein emotionaler. Einer, der zeigt, dass hinter den Kulissen echte Menschen stehen, mit echten Beziehungen und echten Verlusten.

Und genau deshalb berührt diese Geschichte so sehr: Weil Igor Jeftic nicht nur einen Kollegen verloren hat, sondern einen Freund. Und weil er gezeigt hat, dass man selbst nach einem tragischen Schicksalsschlag weitermachen kann – mit Würde, Respekt und dem festen Willen, das Erbe eines geliebten Menschen weiterzutragen.